Wir schütteln Hände: Danke für eure Unterstützung in 2015!

Danke: Skateboard-Workshop mit Geflüchteten in Sizilien von Skatedeluxe ermöglicht.

Nur eine von vielen tollen Spenden: Skateboards von Skatedeluxe.

Wir vom Projekt Seehilfe e. V. möchten uns nach einem ereignisreichen Jahr 2015 bei euch für die Unterstützung bedanken. Ohne wäre unsere Arbeit nicht möglich gewesen.

Also los: Herzlicher Dank gilt allen SpenderInnen: Insgesamt habt ihr uns 9545 Euro an die Hand gegeben. Das Geld hat die Seehilfe unter anderem für Medikamente, Hygieneartikel, Kleidung oder Schlafsäcke eingesetzt. Jeder Betrag hat geholfen und hilft auch weiterhin. Von eurem Vertrauen sind wir überwältigt.

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Rückblick: die dritte Fahrt nach Sizilien

Ankunft von Geflüchteten im Hafen von Pozzallo. Gerettet wurden die Menwchen vom Schiff Dignity, das zu Ärzte ohne Grenzen gehört.

Ankunft im Oktober von Geflüchteten im Hafen von Pozzallo: Gerettet wurden die Menschen vom Schiff „Dignity“, das zu Ärzte ohne Grenzen gehört.

Es sind Zahlen, die mittlerweile in Deutschland nicht mal unter den Kurzmeldungen auftauchen: Am 28. Dezember kam in Palermo ein Boot mit 931 Geflüchteten an. In den selben Stunden erreichten 114 Menschen den Hafen von Catania. Am 24. landeten 661 Geflüchtete in Porto Empedocle bei Agrigento. Ein Tag zuvor legte in Augusta, einer Stadt zwischen Catania und Siracusa, ein Boot mit 509 Menschen. An Board befand sich auch die Leiche eines jungen Mannes aus der Region südlich der Sahara, der vermutlich erstickt war. Die Liste der Neuankünfte könnte leider fortgeführt werden: Die Ausmaße der Fluchtbewegung sind seit Jahren Alltag auf Sizilien, dem Ort an dem wir als Hilfsorganisation tätig sind.

Die dritte Fahrt auf die italienische Mittelmeerinsel liegt hinter uns. Unsere Erfahrungen der Vergangenheit haben sich bestätigt: Wir legen den Finger auf die richtige Stelle. Sizilien ist einer der Orte, an denen es Europa weh tut. Es ist einer der Orte, an denen gedrückt werden muss. Phil, Tobi, Nils, Elli, Bernd und Martin haben dies getan. Weiterlesen

Ärzte ohne Grenzen über den Hotspot Pozzallo

Unzureichende rechtliche Beratung und zu schnelle Identifizierungsverfahren im Hotspot Pozzallo

Unzureichende rechtliche Beratung und zu schnelle Identifizierungsverfahren im Hotspot Pozzallo

Kakerlaken befallen die Krankenstation, die Toiletten sind immer wieder defekt, die Duschen haben weder Türen noch Vorhänge, warmes Wasser fließt nur selten, Frauen, Männer und unbegleitete Minderjährige teilen diedieselben Räume, die häufig überfüllt sind. Im Erstaufnahmezentrum von Pozzallo auf Sizilien herrschen laut einem Bericht von Ärzte ohne Grenzen menschenunwürdige Zustände.

Die Einrichtung, die als eine der ersten in Europa zu einem Hotspot umfunktioniert wurde, sei ungeeignet und weise „Struktur- und Verwaltungsmängel“ auf, „die Auswirkungen auf die körperliche und seelische Verfassung der betreuten Personen haben“, heißt es in dem Dokument, das am 17. November vor dem Untersuchungsausschuss des italienischen Parlaments zu dem Aufnahmesystem für Geflüchtete vorgestellt wurde.

Ärzte ohne Grenzen verlangt von den italienischen Behörden eine neue Strategie: Italien sollte sich vom „Notfall-Ansatz“ verabschieden und den Geflüchteten „geeignete Bedingungen und Dienstleistungen“ anbieten. Wir fassen die wichtigsten Passagen des Berichtes zusammen, den ihr im Original hier herunterladen könnt. Weiterlesen