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David

IMG_3416Sein fester Blick ist entschlossen auf die Ausgangstür des Supermarktes gerichtet. In Minutenabständen verlassen Italiener*innen den Store und der Mann, der auf einem alten Hocker sitzt, verabschiedet sie. Er ist die Freundlichkeit in Person.

David schaut mich lächelnd an, als ich ihm die Hand reiche und mich zu ihm setze. Ich krame mein Handy aus der Tasche und tippe ein paar Wortfetzen in meine Übersetzungsapp, denn David kommt aus Mali und spricht Französisch.

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EU-Hotspot: Auf die Schnelle auf die Straße

Im Hotspot Pozzallo entscheidet sich, ob Geflüchtete einen Asylantrag stellen dürfen oder nicht.

Der Hafen von Pozzallo, rechts die Erstaufnahmeeinrichtung: In diesem Bereich entscheidet sich, ob ankommende Geflüchtete einen Asylantrag in der EU stellen dürfen oder nicht.

Die Erstaufnahmeeinrichtung im Hafen von Pozzallo ist vor einigen Wochen in einen sogenannten Hotspot umfunktioniert worden. Das Konzept dazu ist völlig neu: Pozzallo einer der ersten Orte, wo es umgesetzt wird. Was genau verbirgt sich dahinter? Und was bedeutet das für die Geflüchteten, die im Hafen ankommen? Welche Abläufe finden in diesem Bereich statt? Konkret fragen wir uns also, wie europäische Asylmaßnahmen in der Praxis umgesetzt werden.

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Abendmonolog 19.10.2015 – Hotspot Pozzallo

Der heutige Tag brachte für uns einige neue Erkenntnisse über die Arbeit in Hotspots. Diese Informationen erhielten wir dabei jedoch weniger durch Gespräche mit Organisationen oder Beobachter_innen sondern vielmehr durch Menschen, die mit dieser Arbeit konfrontiert wurden. Geflüchtete Menschen berichteten uns von “Prüfverfahren” im Hotspot Pozzallo. Diese Berichte ziehen derzeit unsere volle Aufmerksamkeit auf sich, weshalb wir heute kein Abendgespräch abhalten können.

 

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Abendgesprach Nr. 4 am 18.10.15 Am Rande der Beachtung

Mit etwas Verspätung könnt ihr euch hier das 4. Abgendgespräch aus Sizilien anhören.
Am Sonntag den 18.10.15 haben wir uns mit dem Bürgermeister Pozzallos getroffen, ihn Reden schwingen lassen und ihn mit Fragen dabei unterbrochen.
Außerdem besuchten wir eine Unterkunft für Geflüchtete. Nach unseren Erfahrungen dort müssen wir uns Fragen über weitere Hilfsmöglichkeiten stellen, die über unseren siebentägigen Aufenthalt hinaus gehen. Was wir uns diesbezüglich für Gedanken machen, hört ihr hier!

 

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Abendgespräch Nr. 3 am 17.10.15 – Von Pozzallo bis Birmingham

Der nächste Tag auf Sizilien ging zu Ende. Wir haben unsere gute Bekannte Lucia von Borderline Sicily getroffen und uns mit ihr über neue Entwicklungen ausgetauscht.
Sie hat uns ein paar Anlaufstellen genannt, die wir in den nächsten Tagen mit ihr besuchen können. Außerdem konnte sie uns einige Informationen über die Arbeit des “Hotspots” in Pozzallo liefern, die wir zum Anlass für neue Recherchen genutzt haben. Hört rein in unser 3. Abendgespräch!

 

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Hilf mir! – Saliou, vierzehn, obdachlos

Bild unten
Ich bin nun seit Donnerstag mit den Leuten vom Projekt Seehilfe auf Sizilien, um ankommende und angekommene Geflüchtete willkommen zu heißen, zu helfen und all das zu dokumentieren.

Gestern haben wir das Centro Astalli im Zentrum der sizilianischen Stadt Catania besucht. Der Jesuite-Orden kümmert sich um Menschen, die in Italien kein Asyl bekommen haben und nun weder vor noch zurück können. Sie werden nicht wie in Deutschland zurück in ihr Herkunftsland abgeschoben, sondern werden obdachlos.

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Abendgespräch Nr. 2 Catania

Der zweite Tag auf Sizilien ist vorbei.
Es ging heute nach Catania, wo die Arbeit erst losgehen sollte. Wir haben uns mit ein par Menschen von anderen Organisationen getroffen und erste Hilfsgüter verteilt.
Die ersten Eindrücke und Erfahrungen könnt ihr auch heute in unserem kurzen Abendgespräch anhören!

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Abendgespräch Nr. 1

Die Fahrt haben wir hinter uns gebracht und den ersten Abend haben wir nun auch verlebt. Unsere Gastgeber und die Nachbarn haben uns sehr nett aufgenommen und finden unser Projekt ganz toll. Sicher können wir so viel über das alltägliche Leben hier auf Sizilien erfahren und davon partizipieren. Jeden Tag kommen Menschen in Pozzallo an, werden dann aber auf Lager in der Umgebung und ganz Italien verteilt. Wenn keine Plätze frei sind, passiert das, was wir schon bei unseren letzten Fahrten erfahren haben: Die Menschen werden in die Obdachlosigkeit entlassen.

In der Zeit, die wir hier sind, werden wir jeden Tag ein Abendgespräch führen und euch diese Eindrücke zur Verfügung stellen. Es wird darum gehen, was wir am Tag gemacht und erreicht haben, aber auch unsere Gedanken sollen einen großen Teil dieses Gespräches einnehmen. Den ersten Teil könnt hier nun hören. Fragen könnt ihr uns auch gerne via Twitter und Facebook stellen, die werden wir dann in einer der kommenden Folgen beantworten.

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Mit dem SWR in den Tag gestartet

CRQXygoWIAA5arVPhilipp hatte es schonmal bis nach Darmstadt geschafft und dort Nils und Tobi (inklusive der Skateboards) eingesammelt und dann mit den beiden den Weg nach Karlsruhe eingeschlagen. Dort traf der Fotograf Martin Gommel auf die Gruppe und ließ sie bei sich nächtigen. Heute morgen starteten die vier und sind jetzt schon in Italien – am Ziel jedoch noch nicht ganz. Ihnen stehen noch einige hundert Kilometer süditalienischer Autobahnen bevor, doch auch die werden sie bestens meistern.

Den Reiseantritt hat Rebecca Plies vom SWR begleitet:

Eine kurze Unachtsamkeit führte dazu, dass sie nicht wie geplant die Route über Österreich einschlugen, sondern die Schweizer Grenze passierten. Die Grenzkontrolle verlief für die Seehilfe-Gruppe unproblematisch, doch der Grenzposten machte klar, dass die Flüchtlingshilfe nichts ist, was ihn sonderlich tangieren würde. Seine Frage: “Wie wollt ihr denen denn helfen? Schwimmen beibringen?!”

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Es geht los – Unterstützer: Autohaus Wallmeier und skatedeluxe

Endlich ist es soweit: Wir fahren heute nach Sizilien! Für eine Gruppe unseres Vereins geht es für 14 Tage gen Süden.

Die Vorbereitung gestalteten sich bisher nicht ganz so einfach. Das Problem: Vor Ort sind die Strukturen instabil. Unterbringungsstätten, die wir noch im Juni besucht haben, bestehen heute zum Teil nicht mehr. Aktive haben sich aus der Flüchtlingsarbeit ausgeklinkt, weil die Situation für sie zu frustrierend wurde. Darum ist es jedes Mal aufs neue schwer im Vorfeld einen genauen Plan zu erarbeiten, wo wir wie ansetzen können.

Doch auch gute Nachrichten haben uns erreicht: Unsere Kontaktperson seit der ersten Fahrt und inzwischen auch sehr gute Freundin Lucia konnten wir am Wochenende in Berlin treffen. Wir sind also über die aktuelle Situation informiert und haben genügend Anknüpfungspunkte, um auch dieses Mal eine erfolgreiche Tour zu absolvieren.

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