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Februarupdate aus dem Centro Astalli Catania

Gerade kämen weniger neu angekommene Geflüchtete im Centro Astalli an, berichtet Riccardo bei unserer Videokonferenz mit ihm. Er ist der neue Leiter des Centros, einer Anlaufstelle für Geflüchtete in Catania, mit der wir schon seit vielen Jahren zusammenarbeiten. Statt um Neuankömmlinge kümmern sich die Mitarbeiter:innen im Moment hauptsächlich um diejenigen, die schon seit längerer Zeit in Sizilien sind. In der Corona-Krise verschärft sich ihre Lebenssituation zusehends. Und davon gibt es nicht wenige. Menschen, die internationalen Schutz beantragen, werden oft sofort in andere europäische Länder weitergeschickt.

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2021 – Ein Jahr mit großen Herausforderungen

Unser Jahr hat gut angefangen: Podcaster Till Reiners hat sich mit seinem Kollegen Moritz Neumeier einen kleinen aber feinen Wettstreit geliefert. Die beiden Podcaster haben ihre menschlichen Quartetts um die Wette verkauft. Den Gewinn hat Moritz Neumeier an unsere Freund:innen von Sea-Watch gespendet. Till hat uns bedacht: 6.000 Euro können wir so dank Till Reiners in Schlafsäcke, Lebensmittelgutscheine und FFP2-Masken investieren. Das ist nötiger denn, denn die Corona-Krise hat Italien – wie ganz Europa – nach wie vor fest im Griff. Allergrößten Dank also an Till und all jene, die sich an der Aktion beteiligt haben. Das bedeutet uns viel.

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Erste Weihnachtsspenden sind schon da!

Wir haben in diesem Jahr in der Weihnachtszeit Spenden für Zelte, Schlafsäcke, Lebensmittelkarten und Co. gesammelt.
Die Zelte haben es schon nach Sizilien geschafft: Über einen holländischen Händler haben wir 30 Mehr-Personen-Zelte nach Catania geschickt. Weil der sizilianische Winter kalt und feucht ist, brauchen wir zusätzliche Mittel, um einen Schwung Schlafsäcke gen Sizilien zu schicken. Wenn ihr uns dabei helfen wollt, spendet gerne weiter.
 
 

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Dezember-Update aus Sizilien

Für Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund spitzt sich die
Lage in Sizilien weiter zu. Das berichtet uns Elvira vom
Centro Astalli Catania. Im Moment bestehen strenge Regeln zur Eindämmung der Pandemie in Sizilien. Speziell für Catania bedeutet das, dass es Ausgangssperren für die Bewohnerinnen und Bewohner gibt. Die verbieten unter anderem, dass Menschen aus bestimmten Stadtgebieten in andere Stadtteile kommen dürfen. Damit haben viele Menschen, die sonst zum Centro Astalli kommen, nicht mehr die Möglichkeit dort Hilfe in Anspruch zu nehmen.
 
 

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Hilfe aus dem Home-Office – Corona-Update VI

Wie auch hier in Deutschland ändern sich in Italien immer wieder die Corona-Bestimmungen. Für das Centro Astalli Catania bedeutet das, immer wieder nachsteuern zu müssen: In der vergangenen Woche war das Centro, das Geflüchteten als Anlaufstelle (medizinisch, juristisch, etc.) dient, erneut geschlossen. Bedingung, damit die Mitarbeitenden vor Ort ihre Dienste wieder anbieten dürfen, ist, dass zum Beispiel Plexiglaswände aufgestellt werden, dass genügend Desinfektion bereitgestellt werden kann und weiterhin mit Masken zu arbeiten.

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Corona-Update V aus Sizilien

Italiens Gesetz zur Legalisierung von Feldarbeiter*innen
In der Corona-Krise wurde eins schnell klar: Italiens Wirtschaft ist abhängig davon, dass Feldarbeiter*innen für einen unverschämt niedrigen Lohn, teilweise nur 10€ am Tag, und ohne gültigen Arbeitsvertrag auf den Feldern arbeiten. Seit Jahrzenten handelt es sich dabei oft um als Geflüchtete nach Italien eingereiste Menschen, die ausgebeutet und an den Rand gedrängt werden.
 

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Arme gegen Arme

 
Etwa 50 bis 60 Menschen kamen bis Ende Juli allein jeden Nachmittag ins
Centro Astalli Catania
. Die Anlaufstelle hatte sich mit unserer und eurer Unterstützung völlig auf Corona eingestellt: Jede*r musste einzeln eintreten, es wurde Fieber gemessen und alle bekamen einen Mund-Nasen-Schutz. Nach Monaten der Schließung konnten medizinische Betreuung und Rechtsberatung endlich wieder stattfinden. Abgesehen von der Bedrohung einer Ansteckung mit dem Coronavirus hat das Centro nun allerdings mit noch einem anderen Problem zu kämpfen: dem „Krieg der Armen untereinander“, wie es Elvira, die Leiterin des Centros, ausdrückt.
Bereits Anfang Juli war das Centro von der Schließung bedroht. Nachbar*innen hatten es bei der Polizei angezeigt, weil es angeblich Lärmbelästigungen durch die vor dem Zentrum in der Schlange wartenden Menschen gegeben habe. Elvira glaubt nicht, dass es der Lärm war, durch den sich Anwohner*innen belästigt fühlten. Schlangen gebe es überall, weil die Anzahl der Menschen in Innenräumen eben überall beschränkt werde. Glücklicherweise konnte das Zentrum die mit der Anzeige verbundene Schadenersatzklage erfolgreich abwehren. Der tatsächliche Grund für die Feindseligkeit der Anwohner*innen ist damit Elvira zufolge aber nicht aus der Welt: Rassismus.

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Corona-Update aus Sizilien Teil III

Mehr Geflüchtete und Quarantänelager
Im Juli 2020 sind fast so viele Geflüchtete (vor allem aus Tunesien) auf Lampedusa angekommen wie im gesamten ersten Halbjahr 2020 zusammen.

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Zelte und Nähmaschinen für sizilianischen Verein AFRICA UNITA

Seit einigen Jahren begleiten wir Lucien und seinen Verein Africa Unita nun schon und waren von Anfang an begeistert davon, was sie auf die Beine stellen. Zum ersten Mal stießen wir auf den Verein, als er noch ein kleines Projekt zur gegenseitigen Unterstützung von Geflüchteten für Geflüchtete war. Sie hatten damals eine gemeinsame Kasse gegründet, in die jede*r Geflüchtete einen kleinen monatlichen Betrag einzahlte, und aus dem auch jede*r etwas entnehmen konnte, wenn es nötig war. Anwaltskosten, Medikamentenrechnungen oder Kosten für Passfotos können schnell über das hinausgehen, was einem Geflüchteten ad hoc zur Verfügung steht. 

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Corona-Update aus Sizilien Teil II

Eine Gruppe von Geflüchteten, über die wir in der Vergangenheit immer wieder berichtet haben, sind die, die auf italienischen Feldern arbeiten, um Tomaten zu pflücken oder Kartoffeln zu ernten. Gerade sie sind von der aktuellen Krise besonders betroffen.

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