Blog

Direkte Hilfe und Unterstützung vor Ort: Integrationslotsin Agata stellt sich vor

Mein Name ist Agata Vecchio und ich bin 38 Jahre alt. Im Sommer 2016 habe ich bei einem Abendessen in Padre Carlos Gemeinde die Seehilfe-Mitglieder Johanne, Phil und Hendrik kennengelernt und bin seitdem für den Verein aktiv. Vor ungefähr einem Jahr bin ich aus Leipzig nach Syrakus gezogen, einer Stadt im Osten Siziliens, und bin inzwischen so etwas wie die „Frau vor Ort“ geworden.

Read more

Mehr als Soforthilfe

Die Geschichten von drei Geflüchteten, die wir schon lange kennen

„Friends, how nice to of you to visit me! I would like to invite you to sit down, have a tea, have a chat!“ Lambert zeichnet mit seiner rechten Hand eine einladende Geste in die Luft. Doch dort, wo er gerne Stühle hätte, um uns einen Platz anzubieten, ist nur grauer Asphalt zu sehen und an Stelle von Tee, den er gerne servieren würde, hat er nur Wasser für uns. Wir gucken uns verlegen an.

Read more

Unser Projekt Seehilfe-Teamtreffen in Halle

Die Ziele für 2018 sind gesteckt.

Wir, das Team von Projekt Seehilfe e.V., haben uns drei Tage lang in Halle getroffen und unsere Arbeit vorangetrieben. Fazit: Leider weniger Spenden, dafür aber mehr langfristige Möglichkeiten.

Read more

Mehr Rucksäcke für obdachlose Geflüchtete #onebagonename

37 Rucksäcke haben wir verteilt und damit Geflüchteten ein Stück Privatssphäre geschenkt.

Im August 2017 waren wir erneut vor Ort auf Sizilien. Neben der Recherche haben wir wie immer pragmatische Hilfe geleistet. Dazu gehört seit Langem die Verteilung unserer Soforthilfekits. Neben schneller Hilfe für obdachlose Geflüchtete bietet das auch immer die Möglichkeit, ihre Namen und Geschichten kennen zu lernen. Wir haben daher die Aktion #OneBagOneName ins Leben gerufen: In kurzen Tweets erzählen wir etwas über ihre Situation. Weil hinter jedem Rucksack ein Mensch mit einer einzigartigen Geschichte steckt, die es verdient gehört zu werden! Auch so können wir helfen.

Read more

Seenotrettung im Mittelmeer und die inner-europäische Verantwortung für Flüchtlinge

Ein Gastbeitrag von Dr. Dana Schmalz, Postdoc am Max Planck Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften, Göttingen. 

Wenn sich Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) wie Ärzte ohne Grenzen oder SOS Mediterranée in der Seenotrettung engagieren, dann retten sie dabei in den Augen vieler BürgerInnen auch das europäische Gewissen – vor der Schande, in einer humanitären Krise untätig zu bleiben, vor der Schande, dass jeden Monat hunderte Menschen vor den südeuropäischen Grenzen ertrinken, die laut internationalem und europäischem Recht Anspruch auf Schutz hätten. Vierzig Prozent der Rettungseinsätze im Mittelmeer sind mittlerweile zivilgesellschaftlichen Organisationen zuzurechnen und ihre öffentliche Unterstützung versammelt diejenigen Stimmen, welche mit der Haltung der EU in Sachen Grenzschutz unzufrieden sind. Doch so konträr die Positionen bezüglich der Regulierung der europäischen Außengrenzen sind, so konträr sind sie auch mit Blick auf die Aktivitäten dieser Nichtregierungsorganisationen (NROs).

Read more

Trügerische Ruhe

Weniger Ankünfte von Geflüchteten in Sizilien sind ein Grund zur Sorge

Ende August 2017. Sizilien atmet kollektiv auf: Seit über zwei Wochen gab es in den Häfen von Pozzallo und Catania auf Sizilien keine Ankünfte von Geflüchteten mehr1. Nachdem von Januar bis Ende Juli 2017 mehr 93.000 Menschen über das Mittelmeer nach Italien flüchteten, gehen auf einmal keine Notrufe mehr in der römischen Leitzentrale der Seenotrettung ein. Die direkt in den Häfen gelegenen Registrierungszentren, so genannte Hot-Spots, bleiben leer. Keine neuen Asylgesuche werden eingereicht. Und das obwohl für diesen Sommer besonders viele davon erwartet wurden.

Ende August 2017: Seit zwei Wochen kamen keine Geflüchteten mehr auf Sizilien an.

Read more

#OneBagOneName: Projekt Seehilfe e.V. gibt Geflüchteten ein Stück Privatssphäre zurück

Die Sonne knallt vom Himmel, der Stau ist dicht wie immer, und wer nicht hupt, hat nicht gelernt richtig Auto zu fahren – der ganze normale Verkehrswahnsinn in Siracusa auf Sizilien also. Auch das Team von Projekt Seehilfe e.V. kämpft sich im neongrünen Bulli an kleinen Fiats und den typischen Vespas vorbei. In der nächsten Rotphase drängt sich ein junger Mann durch den dichten, abgasverseuchten Verkehr. Hin und wieder fällt etwas Kleingeld aus einem Autofenster in seine zur Schale geformten Hände. Wir fahren rechts ran. „Gib mir mal einen Rucksack“, ruft Philipp vom Fahrersitz nach hinten. Anna reicht ihm eines unserer vollbepackten Soforthilfekits und Nils öffnet die Tür. Die beiden schlendern zu dem jungen Mann, der sich als Charles** vorstellt. 23 Jahre alt, aus Nigeria, keine Papiere, kein Job, keine Wohnung.

Read more

Wasser schleppen, Kisten tragen, Zukunftspläne schmieden. Wie Projekt Seehilfe e.V. Geflüchtete in Siracusa und Catania unterstützt.

Erste Stationen auf unserer Fahrt im August 2017 sind eine Unterkunft für Geflüchtete bei Padre Carlo in Siracusa und die Tagesanlaufstelle Centro Astalli in Catania. Beide kennen und unterstützen wir schon seit Längerem.

Read more

Wir suchen Laptops und PCs für ein digitales Klassenzimmer

Viele Geflüchtete auf Sizilien haben keinen Zugang zu Sprachkursen oder anderen Fortbildungsmöglichkeiten. Auch Internetanschluss ist Mangelware, obwohl Facebook&Co. oft die einzige Möglichkeit sind, um an wichtige Information zu kommen und Kontakt in die Heimat und zur Familie zu halten. Dieses Problem wollen wir gemeinsam mit Padre Carlo angehen: Wir helfen ihm in Siracusa ein digitales Klassenzimmer aufzubauen. Zwei PCs konnten wir bereits finanzieren – helft uns weiteres technisches Equipment zu organisieren: Laptops, Lautsprecher, Kopfhörer.

Read more

Von Menschen, die flüchten.


Ein Kommentar von Thomas Zingelmann und Carolin Zieringer zum Weltflüchtlingstag

Read more