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PRESSEMELDUNG | Projekt Seehilfe kritisiert EU-Flüchtlingspakt

Bremen/Catania – Mit zunehmender Sorge beobachten Menschenrechts- und Hilfsorganisationen eine EU-Migrationspolitik der Symptombekämpfung: Der EU-Gipfel in Malta und der daraus resultierende Zehn-Punkte-Plan verstärken diesen Eindruck: Statt einer umfassenden Ursachenbekämpfung, die auch das Hinterfragen der eigenen Rolle und Verantwortung bedeuten würde, fokussieren die Mitgliedstaaten die Zusammenarbeit mit den wichtigsten Transitländern an der nicht-europäischen Mittelmeerküste.

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DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR.

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Padre Carlo, einer unserer engsten Kooperationspartner, wurde mehrfach für seinen Einsatz für die Menschenrechte ausgezeichnet.

Heute ist internationaler Tag der Menschenrechte. Jedes Jahr am 10. Dezember wird er begangen – denn an diesem Tag im Jahr 1948 wurde der umfangreiche Katalog erstmals durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet.

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Hilfe, wenn sie gebraucht wird: jetzt Soforthilfe schenken!

Dürfen wir vorstellen? Die Soforthilfebox – zur Stelle, wenn sie am nötigsten gebraucht werden

Klick zum Spenden, scrolle für mehr Info!

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Projekt Seehilfe e.V. feiert zweiten Geburtstag!

Happy Birthday to all of us!
Wir haben Geburtstag und dafür danken wir euch!

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Situazione attuale in Sicilia: Intervista a Simona Cascio, presidente di ARCI Siracusa

Agata Aurora (Gruppo Projekt Seehilfe e.V.): Simona, di cosa si occupa ARCI Siracusa?

Deutsche Version untenstehend

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Simona Cascio: ARCI Siracusa da diversi anni ormai, dal 2008, gestisce uno sportello per i richiedenti asilo e i rifugiati. Questo sportello è aperto due volte a settimana, lunedì e mercoledì. Da tempo monitoriamo anche la situazione degli sbarchi e la situazione dei richiedenti asilo e dei rifugiati con particolare attenzione ai casi vulnerabili ovvero ai minori e alle vittime di tratta.

AA: Simona, tu sei attiva su molti fronti: dai centri d’accoglienza al tutoraggio di minori e conosci bene la situazione negli hotspot e nei vari centri d’accoglienza per rifugiati. Com’è la situazione attuale e cosa è cambiato nell’ultimo periodo?

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2. Sizilienfahrt 2016. Ein Abschlussbericht in 5 Fragen – Teil 5

Frage 5: Was ist das Ergebnis der Fahrt?

hhelp_sizilien_3025Am Sonntagmorgen des 28.8.2016 um 4.30 Uhr erreichte der Lkw in Siracusa sein letztes Ziel. Padre Carlo D’Antoni hatte schon Platz in einem Gemeinderaum gemacht, sodass sie morgens gemeinsam mit 20 PfadfinderInnen in Windeseile den Lkw leer räumen konnten. Neben den zahlreichen Kleiderspenden freute sich der Padre vor allem über die 300 Paar festen Schuhe, die wir dank der Spende von AWO International neu erwerben konnten. Die Geflüchteten, die als FeldarbeiterInnen oftmals ausgebeutet werden, haben meist keine Möglichkeit ihren Lebensunterhalt vom Lohn – zur Orientierung: 200 Kilo Tomaten (!) für 6€ – selbst zu bestreiten und sind auf Padre Carlos Hilfe angewiesen. Festes Schuhwerk ist bei der Feldarbeit und vor allem in den auch in Sizilien kalten Wintermonaten mehr als notwendig. Zusätzlich übergaben wir Decken, Isomatten, Zelte und, viel wichtiger, einen Stromgenerator, der notwendig ist, um in den abgelegenen Camps zumindest punktuell für Beleuchtung und Kochmöglichkeit zu sorgen.

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2. Sizilienfahrt 2016. Ein Abschlussbericht in 5 Fragen – Teil 3 & 4

Frage 3: Was kann, soll, muss getan werden?

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Anselm und Johanne freuen sich, dass schon der halbe LKW entladen ist.

In all dieser scheinbaren Ausweglosigkeit ist wichtig zu sagen, dass viele der (obdachlosen) Geflüchteten trotzdem nicht gewillt sind, passiv zu bleiben, dass sie trotz Perspektivlosigkeit Aufgaben suchen, sich durchschlagen, sich zusammen tun und auch Unterstützung von Menschen vor Ort bekommen. Ganz vorn dabei ist da der progressive Kirchenvater Padre Carlo D’Antoni, der nicht Ruhe gibt, solange die Situation so unhaltbar ist. Ausgezeichnet als Human Rights Defender von Amnesty International, setzt er sich schon lange für die Geflüchteten ein, beherbergt etwa 150 obdachlose Geflüchtete in seiner Kirche in Siracusa, hört nicht auf für Solidarität, Zusammenhalt und offene Grenzen zu predigen. Seit April 2016 arbeiten wir mit ihm zusammen und hatten schon so manche hitzige Debatte darüber, was wir noch alles tun können und müssen.

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2. Sizilienfahrt 2016. Ein Abschlussbericht in 5 Fragen – Teil 1 & 2

Die Mitglieder von Hanseatic Help e.V. und von Projekt Seehilfe e.V. bei Padre Carlo d'Antonio.

Die Mitglieder von Hanseatic Help e.V. und von Projekt Seehilfe e.V. bei Padre Carlo d’Antonio.

Frage 1: Was passierte in Sizilien?

Es gibt viele Gründe, warum diese unsere fünfte Fahrt nach Sizilien eine besondere war: Wir können mittlerweile auf ein gut ausgebautes Netzwerk an UnterstützerInnen, Gleichgesinnten und FreundInnen zurückgreifen. Jede Fahrt ist auch ein Wiedersehen und Kennenlernen. Vor allem aber war es das bisher größte in Angriff genommene Projekt, dessen Erfolg wir auch der Kooperation mit Hanseatic Help e.V. zu verdanken haben: Gemeinsam bepackten wir einen riesigen LKW mit 14 Tonnen Hilfsgütern und sammelten viele Spenden, um vor Ort nach Bedarf direkte Unterstützung leisten zu können. Schließlich brachen Johanne, Phil und Hendrik in Begleitung von Dennis Leiffels (einem Reporter des ARD-Film-Kollektivs „Y-Kollektiv“) mit dem Flugzeug auf eigene Kosten auf. Unsere unvergleichlichen Trucker Anselm und Andrea von Hanseatic Help e.V. brachten derweil den Transporter auf die Straße.

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Der Tropfen auf den heißen Stein

Mustafa* steht neben mir und blickt mich an. Ich habe ihm gerade die Visitenkarte vom Projekt Seehilfe e. V., mit dem ich hier in Siracusa, Sizilien bin, gegeben. Zuerst habe ich sie nur seinem weitaus gesprächigeren Freund in die Hand gedrückt. Aber weil er direkt daneben steht, fühlt es sich falsch an, ihm keine zu geben. Als er sie in der Hand hält, sieht es trotzdem so aus als ob er nicht so recht wüsste, was er damit anfangen soll. Er lächelt zaghaft und mir wird klar, dass ich mit meiner Einschätzung richtig liege. Er bedankt sich höflich, bleibt vor mir stehen und wir blicken uns kurz wortlos an. Wir haben das ganze Abendessen lang kein einziges Wort miteinander gewechselt und eben noch hatte es den Anschein, als ob er abhauen wollte. Doch plötzlich kommen wir ins Gespräch. Ich weiß nicht mehr, warum und wie. Wahrscheinlich begann es mit einer jener Fragen, die wir in der letzten Zeit so häufig gestellt haben: “Wo kommst du her?” Dann fängt er an zu erzählen.

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Mit Schweiß und Spucke: Ein voller Hilfstransport will erst einmal entladen werden

Zivilschutz

Der Morgen beginnt mit Blaulicht an einer Esso-Tankstelle bei Augusta. Wir sind mit dem Zivilschutz verabredet, der uns und den LKW hier abholt. Wir folgen Luigi und seinen Helfern zum Lager des Zivilschutzes Augusta. Da es an Wochenenden in Italien ein allgemeines Fahrverbot für LKW gibt, ist diese Eskorte äußerst hilfreich. Der Zivilschutz ist im weitesten Sinne mit dem deutschen THW zu vergleichen. Im Augenblick sind sie an vielen Orten in den Häfen Siziliens für die Erstversorgung der ankommenden Geflüchteten zuständig. Sie versorgen sie mit einer Grundausstattung an Kleidung und einem Hygiene-Kit. Uns ist klar, dass sie diese Arbeit täglich verrichten und so kontinuierlich Hilfe leisten. Das ist sehr beachtlich.

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