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Vortragswoche

An den Grenzen der Solidarität – Flüchtlingsunterstützung auf Sizilien
Über Solidarität sprechen gerade alle politischen Ebenen in Europa. Vor allem wenn es darum geht, wer Geflüchtete aufnehmen soll. Dass die Situation an anderen Orten schon seit langem prekär ist, wird dabei oft vergessen. Man konnte die Forderung nach Unterstützung einfach überhören. Wir als Projekt Seehilfe e. V. Haben uns nach einer spontanen Hilfsaktion im Jahr 2014 entschieden langfristig auf Sizilien aktiv zu sein. Nach der Schließung Lampedusas etablierte sich die italienische Insel als neuer Hotspot der Mittelmeer-Route.

Wenn der Projekt Seehilfe e. V. in Sizilien hilft, dann versucht er denen, die es übers Meer schaffen, den Start in Europa zu erleichtern. Denn es geht um jeden einzelnen Menschen. Mit dem Kauf von Medikamenten, mit Workshops oder ganz einfach mit Gesprächen. Auf Sizilien haben wir ein gutes Netzwerk aufgebaut, das uns ständig auf dem Laufenden hält. In unseren Vorträgen möchten wir über die Situation der Flüchtlinge aufklären und von unserer Arbeit berichten. „Seehilfe“ – das ist ein Wortspiel. Wir möchten mit unserem Verein nämlich an der See helfen, aber auch als „Sehhilfe“ fungieren. Wir möchten auf die Situation der Flüchtlinge auf Sizilien aufmerksam machen und über die Lage auf der Mittelmeerinsel aufklären.

In dieser Woche gleich zwei Mal, eine Vortragswoche also: Am Donnerstag, den 1. Oktober, sind wir ab 19.30 Uhr in der Hansa 48 in Kiel zu Gast und am Samstag, den 3. Oktober, halten wir unseren Vortrag bei der Interkulturellen Woche in Ochtrup. Ab 14.00 Uhr beginnt dort der Aktionstag des Flüchtlings und wir sind dabei.

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Seehilfe bei Bremer Schulfest

Hanne referiert vor einer Klasse der Oberschule Rockwinkel

Wir haben unseren ersten Gastbeitrag. Helena und Lena von der Oberschule Rockwinkel aus Bremen haben ihn geschrieben. Sie erzählen, warum die SchülerInnen mit ihrem Schulfest den Projekt Seehilfe e. V. unterstützen und ihr unbedingt vorbeikommen müsst:

Hey Leute, hier sind Helena und Lena von der Oberschule Rockwinkel. Wir wollen euch ein bisschen was von unserem Schulfest erzählen. Unser Schulfest am kommenden Freitag, 17. Juli, beginnt um 15 Uhr und endet um 18 Uhr. Ihr findet uns unter folgender Adresse: Uppe Angst 31 in 28355 Bremen-Oberneuland. Unser Schulgebäude ist nicht zu übersehen.

Wir veranstalten ein internationales Schulfest. Dabei bieten wir viel Essen, Trinken und Spiele an. Zusammen mit dem Verein Projekt Seehilfe werden wir zudem über deren Engagement für die Flüchtlinge in Sizilien informieren. Mit Vorlesungen, Präsentationen und einer Podiumsdiskussion werden wir euch über die dortige Flüchtlingskatastrophe informieren.

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Das Ende der Flüchtlingsschiffe

Mit dem Vessel-Finder-Toll lässt sich der Schiffsverkehr im Mittelmeer nachvollziehen – auch alle Rettungsaktionen

Zwischen Jachthafen und der Zufahrt zur Fähre nach Malta befindet sich der Bootsfriedhof von Pozzallo. Himmelblaue Farbkruste platzt von den Bootsrümpfen. Die Schiffsnamen schlängeln sich in arabischen Buchstaben am Bug entlang.

Seit unserem Besuch im vergangenen September sind keine neuen Boote dazugekommen. Sie werden jetzt auf hoher See zurückgelassen und nicht mehr in den Hafen geschleppt.

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Aufenthaltstitel, mehr nicht

Fahid hat einen Aufenthaltstitel. Sein Leben in Italien ist dadurch aber nicht leicht.

Wenn Fahid nicht arbeitet, dann macht er sich Sorgen. Über die Arbeit, seinen Lohn und die Zukunft. “We’re always in a rush”, erzählt Fahid. “It’s a lot: The rent, food, bills, clothes …” Keinen Tag habe er frei gehabt in den letzten Jahren.

Vor vier Jahren kam er aus Afghanistan nach Ragusa. Mit der Ausstellung von Dokumenten und dem Erhalt eines Aufenthaltstitels, so findet er, sei es für ihn erst richtig schwierig geworden.

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Erste Sizilienfahrt 2015 (Video)

Anna und Hanne haben am Ende ihrer Zeit auf Sizilien ein Video gedreht. In diesem blicken sie auf die zehn Tage Flüchtlingshilfe vor Ort zurück.

Sie berichten, wie sie eure Spenden verwendet haben, wie die Sache mit dem Netzwerk geklappt hat und welche Grundlagen sie für die Reise im Herbst geschaffen haben. Ihr Fazit vorweg: Die erste Sizilienfahrt in 2015 war ein Erfolg.

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Ein Erfahrungsbericht

Wie ist es, auf Sizilien Flüchtlingshilfe zu leisten? In diesem Text berichtet Hanne von ihren Erfahrungen

Sizilien ist groß. Die Straßen sind mal besser, mal schlechter. In den Mittagsstunden brennt die Sonne. Wir haben einen straffen Zeitplan, es ergeben sich fur uns immer neue Möglichkeiten – und wir wollen im Rahmen unserer Reise keine auslassen: ein Erfahrungsbericht.

Die Reise soll sich auszahlen und so viele Vorraussetzungen für die Reise im Herbst schaffen wie möglich. Die Fahrten in unserem Fiat 500 nutzen wir als Bürozeiten. Dank der mobilen Internetbox eines Freundes sind wir die ganze Zeit online, habe Zugriff auf Informationen und Abkürzungen, die uns das Navi verschweigt.

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Wochenrückblick

Anna und Enzo beim Austausch

Nach vier Tagen intensiver Arbeit ist es an der Zeit für ein kleines Zwischenfazit. Was haben wir gemacht? Wen haben wir getroffen? Wie soll es in den nächsten Tagen weitergehen? Deswegen haben wir heute einen Schreib- und Recherchetag eingelegt, um unsere Eindrücke zu sortieren. Hier also unser Wochenrückblick:

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Tenerezza bedeutet Zärtlichkeit

Heute ist der kleine Kirchplatz vor der ehemaligen Erstaufnahme für Jugendliche im Herzen Pozzallos leer.

Heute ist der kleine Kirchplatz vor der ehemaligen Erstaufnahme für Jugendliche im Herzen Pozzallos leer. Im vergangenem Jahr, als wir dort mit den Jugendlichen aus Gambia Karten spielten, sah das noch anders aus: „Sie waren immer so freundlich. Immer haben sie gegrüßt. Es gab nie Probleme. Überhaupt keine! Sie haben gespielt und Musik gemacht. Manchmal haben wir zusammen getanzt“, erzählt Ornella, eine ehemalige Sozialarbeiterin des Camps, die wir zufällig in der Nähe treffen.

Eigentlich wollte die Sozialarbeiterin weiterhin mit minderjährigen Flüchtlingen in Pozzallo arbeiten. Aber die Gelder hierfür wurden zu großen Teilen von der Stadt gestrichen. Auch die Zuschüsse für die Initiative, für die Ornella tätig war. Von ehemals knapp 140 Arbeitsplätzen in der Initiative sind heute im gesamten Stadtgebiet noch 38 übrig.

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Frontex baut in Catania

Frontex baut auch in Catania, um die Abschottung weiter voranzutreiben.

Catania, die zweitgrößte Stadt Siziliens, liegt im Osten der Insel. Auf der einen Seite der Etna, auf der anderen das Meer, ist die Stadt einer von vielen Orten, an denen Flüchtlinge ankommen, nachdem sie auf dem Mittelmeer aufgegriffen wurden. Das größte Flüchtlingslager Europas in Mineo ist nur eine Autostunde entfernt.

Von den Ankömmlingen bemerkt man in der Altstadt Catanias jedoch nichts. Inmitten spätbarocker Theater fotografieren sich Touristen mit Selfie-Stangen und genießen das Ambiente der UNESCO-Welterbe-Stadt. Dabei entsteht nur zwei Straßen weiter eine operative Basis der Agentur Frontex. Im Auftrag der Europäischen Union “schützt” sie Europas Außengrenzen.

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Spendenziel erreicht (Update)

Das Projekt Seehilfe hat das ausgerufene Spendenziel erreicht und ist Sonntag (31. Mai) auf Sizilien angekommen.

Legen wir gleich los, denn es gibt viel zu erzählen. Das Wichtigste zuerst: Die Mädels sind auf dem Weg nach Sizilien. Vielleicht sind sie schon da. Bestimmt lösen sie gerade den Mietwagen-Coupon ein oder sind schon einen Schritt weiter und fahren ihrer Unterkunft entgegen.

Wer keine Lust auf meine Spekulationen hat, der klickt einfach jetzt hier oder liest morgen hier, was sich wirklich in Italien zuträgt. Sophie, Johanne, Anne und Anna halten euch ab jetzt für die nächsten zehn Tage von Sizilien aus über ihre Arbeit auf dem Laufenden. Ihr seid gern gesehene Gäste.

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