Allgemein

Abendgespräch Nr. 2 Catania

Der zweite Tag auf Sizilien ist vorbei.
Es ging heute nach Catania, wo die Arbeit erst losgehen sollte. Wir haben uns mit ein par Menschen von anderen Organisationen getroffen und erste Hilfsgüter verteilt.
Die ersten Eindrücke und Erfahrungen könnt ihr auch heute in unserem kurzen Abendgespräch anhören!

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Abendgespräch Nr. 1

Die Fahrt haben wir hinter uns gebracht und den ersten Abend haben wir nun auch verlebt. Unsere Gastgeber und die Nachbarn haben uns sehr nett aufgenommen und finden unser Projekt ganz toll. Sicher können wir so viel über das alltägliche Leben hier auf Sizilien erfahren und davon partizipieren. Jeden Tag kommen Menschen in Pozzallo an, werden dann aber auf Lager in der Umgebung und ganz Italien verteilt. Wenn keine Plätze frei sind, passiert das, was wir schon bei unseren letzten Fahrten erfahren haben: Die Menschen werden in die Obdachlosigkeit entlassen.

In der Zeit, die wir hier sind, werden wir jeden Tag ein Abendgespräch führen und euch diese Eindrücke zur Verfügung stellen. Es wird darum gehen, was wir am Tag gemacht und erreicht haben, aber auch unsere Gedanken sollen einen großen Teil dieses Gespräches einnehmen. Den ersten Teil könnt hier nun hören. Fragen könnt ihr uns auch gerne via Twitter und Facebook stellen, die werden wir dann in einer der kommenden Folgen beantworten.

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Mit dem SWR in den Tag gestartet

CRQXygoWIAA5arVPhilipp hatte es schonmal bis nach Darmstadt geschafft und dort Nils und Tobi (inklusive der Skateboards) eingesammelt und dann mit den beiden den Weg nach Karlsruhe eingeschlagen. Dort traf der Fotograf Martin Gommel auf die Gruppe und ließ sie bei sich nächtigen. Heute morgen starteten die vier und sind jetzt schon in Italien – am Ziel jedoch noch nicht ganz. Ihnen stehen noch einige hundert Kilometer süditalienischer Autobahnen bevor, doch auch die werden sie bestens meistern.

Den Reiseantritt hat Rebecca Plies vom SWR begleitet:

Eine kurze Unachtsamkeit führte dazu, dass sie nicht wie geplant die Route über Österreich einschlugen, sondern die Schweizer Grenze passierten. Die Grenzkontrolle verlief für die Seehilfe-Gruppe unproblematisch, doch der Grenzposten machte klar, dass die Flüchtlingshilfe nichts ist, was ihn sonderlich tangieren würde. Seine Frage: “Wie wollt ihr denen denn helfen? Schwimmen beibringen?!”

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Es geht los – Unterstützer: Autohaus Wallmeier und skatedeluxe

Endlich ist es soweit: Wir fahren heute nach Sizilien! Für eine Gruppe unseres Vereins geht es für 14 Tage gen Süden.

Die Vorbereitung gestalteten sich bisher nicht ganz so einfach. Das Problem: Vor Ort sind die Strukturen instabil. Unterbringungsstätten, die wir noch im Juni besucht haben, bestehen heute zum Teil nicht mehr. Aktive haben sich aus der Flüchtlingsarbeit ausgeklinkt, weil die Situation für sie zu frustrierend wurde. Darum ist es jedes Mal aufs neue schwer im Vorfeld einen genauen Plan zu erarbeiten, wo wir wie ansetzen können.

Doch auch gute Nachrichten haben uns erreicht: Unsere Kontaktperson seit der ersten Fahrt und inzwischen auch sehr gute Freundin Lucia konnten wir am Wochenende in Berlin treffen. Wir sind also über die aktuelle Situation informiert und haben genügend Anknüpfungspunkte, um auch dieses Mal eine erfolgreiche Tour zu absolvieren.

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Vortragswoche

An den Grenzen der Solidarität – Flüchtlingsunterstützung auf Sizilien
Über Solidarität sprechen gerade alle politischen Ebenen in Europa. Vor allem wenn es darum geht, wer Geflüchtete aufnehmen soll. Dass die Situation an anderen Orten schon seit langem prekär ist, wird dabei oft vergessen. Man konnte die Forderung nach Unterstützung einfach überhören. Wir als Projekt Seehilfe e. V. Haben uns nach einer spontanen Hilfsaktion im Jahr 2014 entschieden langfristig auf Sizilien aktiv zu sein. Nach der Schließung Lampedusas etablierte sich die italienische Insel als neuer Hotspot der Mittelmeer-Route.

Wenn der Projekt Seehilfe e. V. in Sizilien hilft, dann versucht er denen, die es übers Meer schaffen, den Start in Europa zu erleichtern. Denn es geht um jeden einzelnen Menschen. Mit dem Kauf von Medikamenten, mit Workshops oder ganz einfach mit Gesprächen. Auf Sizilien haben wir ein gutes Netzwerk aufgebaut, das uns ständig auf dem Laufenden hält. In unseren Vorträgen möchten wir über die Situation der Flüchtlinge aufklären und von unserer Arbeit berichten. „Seehilfe“ – das ist ein Wortspiel. Wir möchten mit unserem Verein nämlich an der See helfen, aber auch als „Sehhilfe“ fungieren. Wir möchten auf die Situation der Flüchtlinge auf Sizilien aufmerksam machen und über die Lage auf der Mittelmeerinsel aufklären.

In dieser Woche gleich zwei Mal, eine Vortragswoche also: Am Donnerstag, den 1. Oktober, sind wir ab 19.30 Uhr in der Hansa 48 in Kiel zu Gast und am Samstag, den 3. Oktober, halten wir unseren Vortrag bei der Interkulturellen Woche in Ochtrup. Ab 14.00 Uhr beginnt dort der Aktionstag des Flüchtlings und wir sind dabei.

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Seehilfe bei Bremer Schulfest

Hanne referiert vor einer Klasse der Oberschule Rockwinkel

Wir haben unseren ersten Gastbeitrag. Helena und Lena von der Oberschule Rockwinkel aus Bremen haben ihn geschrieben. Sie erzählen, warum die SchülerInnen mit ihrem Schulfest den Projekt Seehilfe e. V. unterstützen und ihr unbedingt vorbeikommen müsst:

Hey Leute, hier sind Helena und Lena von der Oberschule Rockwinkel. Wir wollen euch ein bisschen was von unserem Schulfest erzählen. Unser Schulfest am kommenden Freitag, 17. Juli, beginnt um 15 Uhr und endet um 18 Uhr. Ihr findet uns unter folgender Adresse: Uppe Angst 31 in 28355 Bremen-Oberneuland. Unser Schulgebäude ist nicht zu übersehen.

Wir veranstalten ein internationales Schulfest. Dabei bieten wir viel Essen, Trinken und Spiele an. Zusammen mit dem Verein Projekt Seehilfe werden wir zudem über deren Engagement für die Flüchtlinge in Sizilien informieren. Mit Vorlesungen, Präsentationen und einer Podiumsdiskussion werden wir euch über die dortige Flüchtlingskatastrophe informieren.

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Das Ende der Flüchtlingsschiffe

Mit dem Vessel-Finder-Toll lässt sich der Schiffsverkehr im Mittelmeer nachvollziehen – auch alle Rettungsaktionen

Zwischen Jachthafen und der Zufahrt zur Fähre nach Malta befindet sich der Bootsfriedhof von Pozzallo. Himmelblaue Farbkruste platzt von den Bootsrümpfen. Die Schiffsnamen schlängeln sich in arabischen Buchstaben am Bug entlang.

Seit unserem Besuch im vergangenen September sind keine neuen Boote dazugekommen. Sie werden jetzt auf hoher See zurückgelassen und nicht mehr in den Hafen geschleppt.

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Aufenthaltstitel, mehr nicht

Fahid hat einen Aufenthaltstitel. Sein Leben in Italien ist dadurch aber nicht leicht.

Wenn Fahid nicht arbeitet, dann macht er sich Sorgen. Über die Arbeit, seinen Lohn und die Zukunft. “We’re always in a rush”, erzählt Fahid. “It’s a lot: The rent, food, bills, clothes …” Keinen Tag habe er frei gehabt in den letzten Jahren.

Vor vier Jahren kam er aus Afghanistan nach Ragusa. Mit der Ausstellung von Dokumenten und dem Erhalt eines Aufenthaltstitels, so findet er, sei es für ihn erst richtig schwierig geworden.

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Erste Sizilienfahrt 2015 (Video)

Anna und Hanne haben am Ende ihrer Zeit auf Sizilien ein Video gedreht. In diesem blicken sie auf die zehn Tage Flüchtlingshilfe vor Ort zurück.

Sie berichten, wie sie eure Spenden verwendet haben, wie die Sache mit dem Netzwerk geklappt hat und welche Grundlagen sie für die Reise im Herbst geschaffen haben. Ihr Fazit vorweg: Die erste Sizilienfahrt in 2015 war ein Erfolg.

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Ein Erfahrungsbericht

Wie ist es, auf Sizilien Flüchtlingshilfe zu leisten? In diesem Text berichtet Hanne von ihren Erfahrungen

Sizilien ist groß. Die Straßen sind mal besser, mal schlechter. In den Mittagsstunden brennt die Sonne. Wir haben einen straffen Zeitplan, es ergeben sich fur uns immer neue Möglichkeiten – und wir wollen im Rahmen unserer Reise keine auslassen: ein Erfahrungsbericht.

Die Reise soll sich auszahlen und so viele Vorraussetzungen für die Reise im Herbst schaffen wie möglich. Die Fahrten in unserem Fiat 500 nutzen wir als Bürozeiten. Dank der mobilen Internetbox eines Freundes sind wir die ganze Zeit online, habe Zugriff auf Informationen und Abkürzungen, die uns das Navi verschweigt.

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