Allgemein

Das Ende der Flüchtlingsschiffe

Mit dem Vessel-Finder-Toll lässt sich der Schiffsverkehr im Mittelmeer nachvollziehen – auch alle Rettungsaktionen

Zwischen Jachthafen und der Zufahrt zur Fähre nach Malta befindet sich der Bootsfriedhof von Pozzallo. Himmelblaue Farbkruste platzt von den Bootsrümpfen. Die Schiffsnamen schlängeln sich in arabischen Buchstaben am Bug entlang.

Seit unserem Besuch im vergangenen September sind keine neuen Boote dazugekommen. Sie werden jetzt auf hoher See zurückgelassen und nicht mehr in den Hafen geschleppt.

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Aufenthaltstitel, mehr nicht

Fahid hat einen Aufenthaltstitel. Sein Leben in Italien ist dadurch aber nicht leicht.

Wenn Fahid nicht arbeitet, dann macht er sich Sorgen. Über die Arbeit, seinen Lohn und die Zukunft. “We’re always in a rush”, erzählt Fahid. “It’s a lot: The rent, food, bills, clothes …” Keinen Tag habe er frei gehabt in den letzten Jahren.

Vor vier Jahren kam er aus Afghanistan nach Ragusa. Mit der Ausstellung von Dokumenten und dem Erhalt eines Aufenthaltstitels, so findet er, sei es für ihn erst richtig schwierig geworden.

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Erste Sizilienfahrt 2015 (Video)

Anna und Hanne haben am Ende ihrer Zeit auf Sizilien ein Video gedreht. In diesem blicken sie auf die zehn Tage Flüchtlingshilfe vor Ort zurück.

Sie berichten, wie sie eure Spenden verwendet haben, wie die Sache mit dem Netzwerk geklappt hat und welche Grundlagen sie für die Reise im Herbst geschaffen haben. Ihr Fazit vorweg: Die erste Sizilienfahrt in 2015 war ein Erfolg.

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Ein Erfahrungsbericht

Wie ist es, auf Sizilien Flüchtlingshilfe zu leisten? In diesem Text berichtet Hanne von ihren Erfahrungen

Sizilien ist groß. Die Straßen sind mal besser, mal schlechter. In den Mittagsstunden brennt die Sonne. Wir haben einen straffen Zeitplan, es ergeben sich fur uns immer neue Möglichkeiten – und wir wollen im Rahmen unserer Reise keine auslassen: ein Erfahrungsbericht.

Die Reise soll sich auszahlen und so viele Vorraussetzungen für die Reise im Herbst schaffen wie möglich. Die Fahrten in unserem Fiat 500 nutzen wir als Bürozeiten. Dank der mobilen Internetbox eines Freundes sind wir die ganze Zeit online, habe Zugriff auf Informationen und Abkürzungen, die uns das Navi verschweigt.

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Wochenrückblick

Anna und Enzo beim Austausch

Nach vier Tagen intensiver Arbeit ist es an der Zeit für ein kleines Zwischenfazit. Was haben wir gemacht? Wen haben wir getroffen? Wie soll es in den nächsten Tagen weitergehen? Deswegen haben wir heute einen Schreib- und Recherchetag eingelegt, um unsere Eindrücke zu sortieren. Hier also unser Wochenrückblick:

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Tenerezza bedeutet Zärtlichkeit

Heute ist der kleine Kirchplatz vor der ehemaligen Erstaufnahme für Jugendliche im Herzen Pozzallos leer.

Heute ist der kleine Kirchplatz vor der ehemaligen Erstaufnahme für Jugendliche im Herzen Pozzallos leer. Im vergangenem Jahr, als wir dort mit den Jugendlichen aus Gambia Karten spielten, sah das noch anders aus: „Sie waren immer so freundlich. Immer haben sie gegrüßt. Es gab nie Probleme. Überhaupt keine! Sie haben gespielt und Musik gemacht. Manchmal haben wir zusammen getanzt“, erzählt Ornella, eine ehemalige Sozialarbeiterin des Camps, die wir zufällig in der Nähe treffen.

Eigentlich wollte die Sozialarbeiterin weiterhin mit minderjährigen Flüchtlingen in Pozzallo arbeiten. Aber die Gelder hierfür wurden zu großen Teilen von der Stadt gestrichen. Auch die Zuschüsse für die Initiative, für die Ornella tätig war. Von ehemals knapp 140 Arbeitsplätzen in der Initiative sind heute im gesamten Stadtgebiet noch 38 übrig.

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Frontex baut in Catania

Frontex baut auch in Catania, um die Abschottung weiter voranzutreiben.

Catania, die zweitgrößte Stadt Siziliens, liegt im Osten der Insel. Auf der einen Seite der Etna, auf der anderen das Meer, ist die Stadt einer von vielen Orten, an denen Flüchtlinge ankommen, nachdem sie auf dem Mittelmeer aufgegriffen wurden. Das größte Flüchtlingslager Europas in Mineo ist nur eine Autostunde entfernt.

Von den Ankömmlingen bemerkt man in der Altstadt Catanias jedoch nichts. Inmitten spätbarocker Theater fotografieren sich Touristen mit Selfie-Stangen und genießen das Ambiente der UNESCO-Welterbe-Stadt. Dabei entsteht nur zwei Straßen weiter eine operative Basis der Agentur Frontex. Im Auftrag der Europäischen Union “schützt” sie Europas Außengrenzen.

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Spendenziel erreicht (Update)

Das Projekt Seehilfe hat das ausgerufene Spendenziel erreicht und ist Sonntag (31. Mai) auf Sizilien angekommen.

Legen wir gleich los, denn es gibt viel zu erzählen. Das Wichtigste zuerst: Die Mädels sind auf dem Weg nach Sizilien. Vielleicht sind sie schon da. Bestimmt lösen sie gerade den Mietwagen-Coupon ein oder sind schon einen Schritt weiter und fahren ihrer Unterkunft entgegen.

Wer keine Lust auf meine Spekulationen hat, der klickt einfach jetzt hier oder liest morgen hier, was sich wirklich in Italien zuträgt. Sophie, Johanne, Anne und Anna halten euch ab jetzt für die nächsten zehn Tage von Sizilien aus über ihre Arbeit auf dem Laufenden. Ihr seid gern gesehene Gäste.

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Spendenziel: 1.000 Euro!

Der Projekt Seehilfe e. V. sammelt für die nächste Sizilien-Fahrt – Spendenziel: 1.000 Euro.Am 31. Mai, in nicht mal zwei Wochen, brechen wir nach Sizilien auf und bis dahin soll das Spendenkonto voll werden. Das Spendenziel: Wir wollen bis Ende Mai 1.000 Euro neue Spenden sammeln.

Die Kontoauszüge der letzten Tage haben uns motiviert. Dort sind große und kleine Beträge eingegangen und in WGs und Geschäften füllen tolle Menschen Klingelbüchsen, die sie dort für uns aufgestellt haben. Selbst auf Partys wird gesammelt. Das Titelfoto ist der Beweis. Wir freuen uns darüber riesig – aber wir brauchen noch mehr!

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Sizilien im Juni und Herbst

Team-Treffen des Projekt Seehilfe e. V. in Bremen zur Planung unserer Flüchtlingshilfe 2015 auf Sizilien.

Den 1. Mai haben wir in diesem Jahr nicht demonstrierend auf der Straße verbracht. Stattdessen haben wir uns in Bremen zurückgezogen und uns unserem nächsten Vorhaben gewidmet: Im Juni starten wir erneut nach Sizilien, für den Herbst planen wir eine weitere Fahrt!

Dass wir jetzt doch schon in der ersten Jahreshälfte aufbrechen, hat zweierlei Gründe. Zum einen verlangt es die Situation vor Ort, zum anderen sind unsere Kapazitäten ganz gut verteilt, sodass wir einen zusätzlichen Trip zur Klärung der Bedingungen unserer Arbeit auf Sizilien stemmen können.

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