Allgemein

Wochenrückblick

Anna und Enzo beim Austausch

Nach vier Tagen intensiver Arbeit ist es an der Zeit für ein kleines Zwischenfazit. Was haben wir gemacht? Wen haben wir getroffen? Wie soll es in den nächsten Tagen weitergehen? Deswegen haben wir heute einen Schreib- und Recherchetag eingelegt, um unsere Eindrücke zu sortieren. Hier also unser Wochenrückblick:

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Tenerezza bedeutet Zärtlichkeit

Heute ist der kleine Kirchplatz vor der ehemaligen Erstaufnahme für Jugendliche im Herzen Pozzallos leer.

Heute ist der kleine Kirchplatz vor der ehemaligen Erstaufnahme für Jugendliche im Herzen Pozzallos leer. Im vergangenem Jahr, als wir dort mit den Jugendlichen aus Gambia Karten spielten, sah das noch anders aus: „Sie waren immer so freundlich. Immer haben sie gegrüßt. Es gab nie Probleme. Überhaupt keine! Sie haben gespielt und Musik gemacht. Manchmal haben wir zusammen getanzt“, erzählt Ornella, eine ehemalige Sozialarbeiterin des Camps, die wir zufällig in der Nähe treffen.

Eigentlich wollte die Sozialarbeiterin weiterhin mit minderjährigen Flüchtlingen in Pozzallo arbeiten. Aber die Gelder hierfür wurden zu großen Teilen von der Stadt gestrichen. Auch die Zuschüsse für die Initiative, für die Ornella tätig war. Von ehemals knapp 140 Arbeitsplätzen in der Initiative sind heute im gesamten Stadtgebiet noch 38 übrig.

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Frontex baut in Catania

Frontex baut auch in Catania, um die Abschottung weiter voranzutreiben.

Catania, die zweitgrößte Stadt Siziliens, liegt im Osten der Insel. Auf der einen Seite der Etna, auf der anderen das Meer, ist die Stadt einer von vielen Orten, an denen Flüchtlinge ankommen, nachdem sie auf dem Mittelmeer aufgegriffen wurden. Das größte Flüchtlingslager Europas in Mineo ist nur eine Autostunde entfernt.

Von den Ankömmlingen bemerkt man in der Altstadt Catanias jedoch nichts. Inmitten spätbarocker Theater fotografieren sich Touristen mit Selfie-Stangen und genießen das Ambiente der UNESCO-Welterbe-Stadt. Dabei entsteht nur zwei Straßen weiter eine operative Basis der Agentur Frontex. Im Auftrag der Europäischen Union “schützt” sie Europas Außengrenzen.

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Spendenziel erreicht (Update)

Das Projekt Seehilfe hat das ausgerufene Spendenziel erreicht und ist Sonntag (31. Mai) auf Sizilien angekommen.

Legen wir gleich los, denn es gibt viel zu erzählen. Das Wichtigste zuerst: Die Mädels sind auf dem Weg nach Sizilien. Vielleicht sind sie schon da. Bestimmt lösen sie gerade den Mietwagen-Coupon ein oder sind schon einen Schritt weiter und fahren ihrer Unterkunft entgegen.

Wer keine Lust auf meine Spekulationen hat, der klickt einfach jetzt hier oder liest morgen hier, was sich wirklich in Italien zuträgt. Sophie, Johanne, Anne und Anna halten euch ab jetzt für die nächsten zehn Tage von Sizilien aus über ihre Arbeit auf dem Laufenden. Ihr seid gern gesehene Gäste.

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Spendenziel: 1.000 Euro!

Der Projekt Seehilfe e. V. sammelt für die nächste Sizilien-Fahrt – Spendenziel: 1.000 Euro.Am 31. Mai, in nicht mal zwei Wochen, brechen wir nach Sizilien auf und bis dahin soll das Spendenkonto voll werden. Das Spendenziel: Wir wollen bis Ende Mai 1.000 Euro neue Spenden sammeln.

Die Kontoauszüge der letzten Tage haben uns motiviert. Dort sind große und kleine Beträge eingegangen und in WGs und Geschäften füllen tolle Menschen Klingelbüchsen, die sie dort für uns aufgestellt haben. Selbst auf Partys wird gesammelt. Das Titelfoto ist der Beweis. Wir freuen uns darüber riesig – aber wir brauchen noch mehr!

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Sizilien im Juni und Herbst

Team-Treffen des Projekt Seehilfe e. V. in Bremen zur Planung unserer Flüchtlingshilfe 2015 auf Sizilien.

Den 1. Mai haben wir in diesem Jahr nicht demonstrierend auf der Straße verbracht. Stattdessen haben wir uns in Bremen zurückgezogen und uns unserem nächsten Vorhaben gewidmet: Im Juni starten wir erneut nach Sizilien, für den Herbst planen wir eine weitere Fahrt!

Dass wir jetzt doch schon in der ersten Jahreshälfte aufbrechen, hat zweierlei Gründe. Zum einen verlangt es die Situation vor Ort, zum anderen sind unsere Kapazitäten ganz gut verteilt, sodass wir einen zusätzlichen Trip zur Klärung der Bedingungen unserer Arbeit auf Sizilien stemmen können.

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Vortrag bei der SPD, Vortrag in Kiel

Am 19. Juni hält der Projekt Seehilfe e. V. im Rahmen des Eine-Welt-Forums der SPD in NRW einen Vortrag über seine Flüchtlingshilfe auf Italien.

Der Projekt Seehilfe e. V. hilft Flüchtlingen auf Sizilien und wird in diesem Sommer den ein oder anderen Vortrag halten. Damit wir auf eine stolze Summe an Vorträgen kommen, möchten wir euch um Hilfe bitten: Wer glaubt, eine Möglichkeit zu kennen, wo wir über die prekären Verhältnisse auf Sizilien im Speziellen und europäische Asylpolitik im Allgemeinen informieren können, der meldet sich bei uns. Ihr könnt anrufen, eine Email schreiben oder euren Kontakt für einen Rückruf hinterlassen. Hauptsache, ihr meldet euch.

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Unser Logo – unkompliziert schön

Der Projekt Seehilfe e. V. hat ein neues Logo: einen Knoten.

Auf Twitter und Facebook ist es schon zu sehen, und wenn wir uns HTML-Kenntnisse angelesen haben, bauen wir es auch auf dieser Seite ordentlich ein: das neue, blau-weiße Logo des Projekt Seehilfe e. V. Im Zentrum steht ein Knoten. Die Deutung ist einfach: Der Knoten bringt und hält zusammen. Er unterstützt dort, wo er gebunden wird. Unser neues Markenzeichen spiegelt die Art, wie wir arbeiten und was wir mit unserer Arbeit erreichen wollen.

Die Entstehungsgeschichte ist eine auffällig unkomplizierte. Wir selbst sind grafisch talentfrei, waren also auf Hilfe angewiesen. Jemand folgte jemandem aus Jena auf Instagram, der tolle Sachen mit Adobe-Programmen anstellen kann. Problem: Folgen ist nicht gleich kennen. Aber Fragen kostet ja nichts.

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Projekt Seehilfe im Jahr 2015

Der Projekt Seehilfe e. V. möchte sich bei alle UnterstützerInnen bedanken und hofft, dass die Flüchtlingshilfe 2015 genauso erfolgreich wird. Wir, das Projekt Seehilfe, wollen uns an dieser Stelle bedanken. Auch wenn unsere Reise nach Sizilien nun schon einige Monate zurückliegt und sich in der Zwischenzeit einiges getan hat: Aus der spontanen Aktion ist ein langfristiges Projekt geworden.

Wir wollen uns bedanken, weil wir die Resonanz, die wir im vergangenen Jahr beim Sammeln erfahren haben, niemals erwarten konnten. Sowohl in Bremen, im Münsterland als auch in Jena haben die Menschen Unmengen gespendet. Finanziell wurden wir sogar deutschlandweit unterstützt. Ein großes Danke dafür.

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Das informelle Lager: Hotel Islamabad

puppe_eingang_swSchon als wir auf die Straße Richtung Lager abbiegen, verändert sich das Bild. Entlang der Straße laufen Menschen in zerschlissenen Kleidern. Sie sind in Gruppen unterwegs, oder alleine. Einige sitzen am Straßengraben. Nach einer Weile erscheint ein großer, nicht einsehbarer Komplex: Baracken stehen in Reih und Glied, umgeben von einem hohen Zaun. Vor dem Tor stehen Menschengrüppchen. Als sie das Auto unserer Begleiter erkennen, laufen sie in Richtung eines nahen Schotterplatzes.

Dort parken wir, um die mitgebrachten Lebensmittel zu verteilen. Die Menschen, die uns schnell umringen, sind überwiegend Pakistani und Afghanen. Sie leben nicht im Lagerkomplex. Sie wohnen auf der gegenüberliegenden Straßenseite – unter einer Autobrücke. Um in dieses informelle Lager zu gelangen, erklimmen die Bewohner eine kleine Mauer und klettern durch einen kaputten Maschendrahtzaun. An ihm hängen Kleidungsstücke, Handtücher, auch eine blonde Puppe haben die Bewohner als Dekoration befestigt. Ihre Behausungen dahinter sind aus Planen und Holzresten errichtet. Zelte und kleine Sitzgruppen aus Plastikstühlen stehen dazwischen.

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