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Why? Why? Why?

„Sizilien ist historisch gesehen ein Ort, der immer die Menschen aufgenommen hat, die über das Meer gekommen sind. Aber in diesem Moment ist es wirklich sehr schwierig, weil die Politiker selbst, Brüder gegen Brüder aufhetzen. Unsere Arbeit ist es, diese Spannung rauszunehmen“, erklärt Fransesco vom CSI (Centro Sporitvo Italiano). Er und seine freiwilligen HelferInnen kümmern sich seit langem darum, dass junge Menschen zusammenkommen. Sport als Werkzeug, um emotionale Bande zu knüpfen. „Fußball ist in erster Linie Freundschaft!“, da ist sich der resolute Sizilianer sicher. „Eine Mannschaft, die findet sich als Gruppe zusammen und das nicht nur auf dem Feld, sondern auch danach in den Umkleidekabinen und im alltäglichen Leben.“

Freundschaften auf die Sprünge zu helfen – so banal wie es klingt – ist die Kernmotivation, das #kickthebordercamp auf die Beine zu stellen.

Freundschaft im übertragenen Sinne

Uns als Projekt Seehilfe geht es dabei neben individuellen Freundschaften auch um übergeordnete Solidarität. „Ich habe neulich mit einer deutschen Politikerin über die Situation der Geflüchteten hier in Italien gesprochen, die hat dann gesagt: ,Erzähl nicht weiter, das macht mich so traurig!’ Da fühlt man sich doch allein gelassen.“, sagt Philipp aus dem Vorstand. Schon seit 2014 versuchen wir dem etwas entgegenzusetzen. „Nur, weil Italien am Mittelmeer liegt, heißt das noch lange nicht, dass wir uns nicht alle mit der Fluchtsituation in Europa auseinandersetzen müssen.“

 

Mit dem FC St. Pauli stehen wir schon lange in Verbindung und wurden auch immer wieder unterstützt. Wie auch in diesem Jahr gehen zum Beispiel die Einnahmen vom Turbojugend-Shirt an uns (also kauft euch das heiße Teil). Philipp und Hendrik vom FCSP haben die Idee vom Fußballcamp ausgeheckt. Bei uns waren sofort alle Feuer und Flamme und auch bei St. Pauli hat das Camp schnell die Runde gemacht: Erst in der AG Refugee und schlussendlich im gesamten Verein.

That’s why:

Francesco vom CSI ist schon an Tag 2 so von den Spielern des Camps begeistert, dass er einen Plan hat: „Ich habe mich heute mit meinen Kollegen hingesetzt und wir haben überlegt eine Mannschaft zu gründen mit den Geflüchteten, die hier beim Camp mitmachen.“ Ihr nächster Schritt ist, zu erarbeiten wie das gelingen kann. „Wir hatten in der Vergangenheit einzelne Spieler in der Mannschaft, aber noch nie eine komplette Mannschaft.“

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